• Kaiser

Dojo Storms eine Geschichte aus meiner Pre-BJJ Zeit ( ca. 2003)


Bevor ich mit BJJ begann trainierte ich hauptsächlich Wing Chun und etwas JKD / FMA. Ich war recht enthusiastisch. Ich war dünn (dürr), unsicher und fühlte mich vom Kampfsport sehr angezogen. Lernte ich doch als kleines Kind Boxen und Judo. Mein Wing Chun Training hielt einige Jahre an und ich trainierte jeden Tag so das ich im alter von 23 Jahren anfing zu unterrichten. Ich hatte Berufsschule in Weimar und dachte ich könnte somit dort meine Laufbahn beginnen. Gesagt getan! Ich suchte eine Halle und unterrichtete jeden Donnerstag in Weimar 2-3 Mitschüler aus meiner Berufsschulklasse und 2 Kids aus Weimar die sich der Gruppe anschlossen. Später unterrichtete ich noch in Suhl und Erfurt. Aber zunächst war 1 mal pro Woche in meinen Augen ein guter Start.


An einer Seite grenzte die Halle an ein Sportlokal. Dort hatten wir immer einige Zuschauer. So kamen immer mal wieder Interessierte auf uns zu und schauten beim Training zu. Soweit so gut. An einem Tag kam jedoch ein leicht angetrunkener Kerl herein. Er ging ohne zu fragen auf die Trainingsfläche, was erstmal sehr unhöflich ist. Er sprach davon das er Kickboxen trainierte und Kung Fu schonmal gemacht habe.


Nach zwei Sätzen war klar, der war hier um Ärger zu machen. Sein "Fan-Klub" hatte er auch mitgebracht. Ich forderte meine Schüler auf sich hinzusetzen und fragte ob er Handschuhe wollte. Er nahm sich ein Paar und ging in Stellung. Ich nahm meine Hände hoch und ging in die Rechtsauslage. Mein liebster Eingang war damals der Nao Tek. Eine Art Side Kick den man zum Knie oder Innenschenkel durchführt (siehe das Video unten). Damit eröffnete ich sofort. Er konterte mit einem Low-Kick den ich mit meinem Schienbein blockte. Er kam in Schlagdistanz und feuerte eine Links, Rechts Kombination. Seine Führhand konnte ich mit meinem Man Sau (rechts) aufnehmen und mit Links keilte ich mich ebenfalls auf die Innenbahn. Als der Gegner seine Führhand zurück nahm schlug ich direkt mit und traf direkt auf die Nase mit der meiner Rechten. Die Linke feuerte ebenfalls mit und traf ihn unter seinem Kinn. Er wich zurück und ich hätte nachsetzen können doch zog es vor dies nicht zu tun sondern ihn mit fester Stimme aufzufordern zu gehen. Er war erschrocken das sah man ihm an.


Er räumte ein gut getroffen worden zu sein und ich war recht froh das er nicht weiter kämpfen wollte. Der Schlagabtausch ist gefährlich und ich war hier der kleinere und sicher auch schwächere gewesen. Und ohne Überraschungsmoment zweifelte ich an den Techniken die ich damals kannte. Zum Glück ging alles gut. Und natürlich kam er nachdem er sein Nasenbluten unter Kontrolle brachte auf mich zu und fragte wieviel das Training kostete.


Meine Schüler waren von da an noch begeisterter bei der Sache. Und obwohl ich, der dürre Junge mit dicker Brille, Stolz empfand auf meinen "Sieg". So war diese Begegnung ein Baustein der mich ca. 2 Jahre später zum BJJ bringen sollte.





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